Auftritt anlässlich Präsentation des 2. Teil der Urdorfer Chronik

9. November 2008

In die Chronik eingegangen?

 

 

An diesem zweiten Novembersonntag war halb Urdorf auf den Beinen, um die Herausgabe der Urdorfer Chronik (2. Teil) zu feiern. Unserem Ad hoc-Chor kam die Ehre zu, die eigentliche Festzeremonie mit unserem Gesang zu umrahmen. Dass sowohl unsere Dirigentin (Susanne Eggimann) wie auch unsere Präsidentin (Esther Wiederkehr) auf ihrer Hinfahrt nach Urdorf unabhängig von einander ein mulmiges Gefühl in der Magengrube befiel, war nicht nur Zufall. Beide zweifelten plötzlich kurz vor unserem Auftritt an der Richtigkeit unserer Zusage, denn der Auftritt war in einem Festzelt geplant. Das bedeutet normalerweise schlechte Akustik und Unruhe im Publikum.

Beim Einsingen probte Susanne im Schulhaus Bachstrasse nochmals intensiv das „Urdorfer Liedli“, das wir erst wenige Wochen zuvor gelernt hatten. Die Präsentation dieses Werks bedeutete nämlich eine Art zweite Uraufführung. Geschrieben hatte es der Urdorfer Lehrer und Dorfchronist Christian Stamm (1911 - 1992) für einen nicht mehr näher bekannten Anlass des Frauenchors im Jahre 1950. Während der Text, damals wohl dem Zeitgeist entsprechend, heute ziemlich altmodisch daherkommt, ist die Melodie mit ihrem Rhythmuswechsel schon fast ein Ohrwurm.

Um 14 Uhr war es dann soweit. Wir betraten das propevolle Festzelt vor dem Ortsmuseum. Zeit zum Nervöswerden hatten wir nun keine mehr, zu sehr waren alle damit beschäftigt, sich auf der kleinen Bühne einen Platz mit Dirigentinnensicht zu erkämpfen. Nachdem uns Gemeindepräsident Werner Gutknecht willkommen geheissen hatte, schmetterten wir unsere „Intrada“ dermassen beherzt aus unseren Kehlen, dass den gegen 200 Zuhörern jeder Schwatz im Halse stecken blieb. Auch unsere folgenden vier Lieder aus aller Welt brachten wir trotz Obstruktion unserer Dirigentin durch eine übermotivierte Serviertochter prima über die Runden und ernteten dafür auch entsprechend Applaus.

Nun wurde das Buch mit der neuen Dorfchronik präsentiert, und wir konnten etwas verschnaufen. Sehr passend zu den von den Chronisten dargebotenen „Appetithäppchen“ trugen wir darauf im Beisein der Witwe des Komponisten Walter Iten – was wir allerdings erst später erfuhren – das „Urdorfer Liedli“ vor. Es kam beim Publikum, das sich auch während unseres zweiten Blocks vorbildlich verhielt, sehr gut an. Aber auch unsere übrigen Lieder gefielen, so dass wir am Schluss nach der vehementen Forderung nach einer Zugabe den Hasbächer Jodel wiederholen durften.

Mit Freude durften wir an diesem milden Nachmittag also erleben, dass wir auch in einem Festzelt das Publikum begeistern können – zumindest unser Urdorfer Heimpublikum. Sind wir damit vielleicht sogar in eine zukünftige Dorfchronik eingegangen?

Wir trugen folgende Lieder vor:

- Intrada
- Musikanten spielen auf
- Balaio
- Siyahamba
- Piu non si trovano
- Urdorfer Liedli
- Quodlibet
- Good news
- Rivers of Babylon
- Hasbächer (Jodel)

Text: Toni Blaser Fotos: Mathias Gasser

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