Auftritt im Alterszentrum Sandbühl in Schlieren

Samstag, 21. November 2009

Vornehm in Schwarz mit roten „Farbtupfern“ bekleidet, fanden wir uns um 14.30 Uhr in einem Zimmer im Schlieremer „Haus für Betagte“ zum Einsingen ein. Mit geschmeidingen Stimmbändern begaben wir uns anschliessend in die relativ kleine Eingangshalle, wo wir von zwei bis drei Dutzend Betagten mit ihren Pflegerinnen und Pflegern erwartet wurden. Auch momentan nicht mitsingende „Adhöcler“ waren gekommen, darunter zu unserer Freude unsere rekonvaleszente Resi Boos. Weiterhin gute Besserung ,Resi!

Nach einem kleinen „Umbau“ (Verschieben eines grossen Pflanzentopfs) fanden wir schliesslich unsere Positionen und konnten mit unserem Vortrag beginnen. Wir erfreuten unsere betagten Mitmenschen mit einer bunten Liederpalette. Dabei trugen wir drei Gesangstücke („Luci care, luci belle“, „Bajazzo“ und „Falling in love“) zum erstenmal öffentlich vor, während wir die übrigen dreizehn unserem reichhaltigen Repertoire entnahmen.

Zwar dauerte unsere Aufführung lediglich eine gute halbe Stunde, doch machte uns die warme, stickige Luft zunehmend zu schaffen. Eine Sängerin konnte ein Zusammenklappen nur dadurch verhindern, indem sie in letzter Minute für Frischluftzufuhr sorgte. Auch unsere Dirigentin Susanne Eggimann litt unter den speziellen Bedingungen. Ein kleiner Aussetzer verunmöglichten es ihr, „Every time I feel the spirit“ korrekt anzustimmen. Nach zwei vergeblichen Anläufen wechselte sie geistesgegenwärtig zum nächsten Lied. Das sind eben die Tücken von Live-Auftritten. Zudem wurde es allen wieder mal bewusst, dass es eben kein Kinderspiel ist, mit einer Stimmgabel ein vierstimmiges Lied anzustimmen, und dies erst recht nicht, wenn es gilt, vom A der Stimmgabel ein Es, B und G abzuleiten. So nahm denn auch niemand unserer Susanne das Pätzerchen übel, und später beim gemütlichen Zusammensitzen mit Kaffe und Kuchen klappte es mit dem zwischenzeitlichen Problemsong dann wieder bestens.

Alles in allem gelang uns im „Sandbühl“ ein guter Auftritt. Der Chor war trotz der erschwerten Umstände präsent und reagierte gut auf die Signale der Dirigentin. Die Betagten hatten jedenfalls ihre helle Freude an unserem Auftritt, was der Kommentar einer Neunzigjährigen belegt: „Was ihr nöd alles chönnd! So schön! Gälled, ihr chömed wider emal!“

Text: Toni Blaser
Fotos: ein „Sandbühl“-Pfleger

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